Hallo liebe Leserinnen und Leser!

Mein Name ist Franziska, ich bin Hebamme und als Diplom-Psychologin an der TU-Dresden tätig. In Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk Dresden möchte ich als Hebamme zum Thema

„Uni und Schwanger!?!“

für die Freuden, Fragen und Probleme in diesem besonderen, aufregenden und neuen Lebensbereich für Euch da sein! Auf diesen Seiten könnt Ihr Informationen rund um das Thema Schwangerschaft finden.

Viel Spaß beim Lesen!




Die Aufgaben einer Hebamme umfassen im Wesentlichen die Schwangerenvorsorge, die Leitung von Geburtsvorbereitungskursen, die Leitung der Geburt und die Betreuung der Frau und des Kindes im Wochenbett, der Zeit nach der Entbindung. In diesem Tätigkeitsfeld überschneiden sich verschiedene Problemfelder und Kompetenzen unterschiedlicher Berufe.

Am Anfang soll an dieser Stelle kurz die Versorgungssituation von Schwangeren und Müttern in Deutschland geschildert werden. Eine Schwangerschaft dauert, nach dem Volksmund, 9 Monate. Das ist aber nicht ganz richtig, in Wirklichkeit sind es 10 Monate, mit je 4 Wochen. Also insgesamt 40 Wochen.

In dieser Zeit werden die Frauen von ihrem Gynäkologen betreut und beraten. Außerdem steht ihnen eine Betreuung durch eine Hebamme zu, die selbst gewählt werden kann. Ab der 28. Schwangerschaftswoche beginnen die meisten Frauen einen von Hebammen geleiteten Geburtsvorbereitungskurs. In diesem Kurs werden alle interessierenden Themen rund um die Geburt und das Wochenbett ausführlich dargestellt, es werden Fragen beantwortet und Übungen durchgeführt. Den Frauen soll es in diesem Rahmen auch möglich sein, über ihre Ängste, Sorgen, Befürchtungen und Emotionen zu sprechen. Die Hebamme soll ihnen dabei als Vertrauensperson zur Seite stehen.

Zum Ende der Schwangerschaft können die Frauen selbst entscheiden in welchem Krankenhaus oder in welchen Geburtshaus sie ihr Kind zur Welt bringen möchte. Einige wenige entscheiden sich auch für eine Geburt zu Hause. Die Wahl des Entbindungsortes ist vom eigenen Befinden, dem Sicherheitsbedürfnis, der Einstellung zur Geburt und natürlich dem Gesundheitszustand von Mutter und Kind abhängig.

Nach der Entbindung besteht die Möglichkeit im Krankenhaus auf der Wochenstation zu bleiben. Die meisten Frauen nutzen diese Gelegenheit und bleiben zwischen 3 und 5 Tagen nach der Geburt auf der Station. Ein geringer Teil verlässt wenige Stunden nach der Geburt (meist 4 bis 5 Stunden) das Krankenhaus. Man spricht dann von einer ambulanten Geburt. Auch nach einer Geburt im Geburtshaus verlässt man das Geburtshaus nach wenigen Stunden.

Die Betreuung von Mutter und Kind wird im Krankenhaus von Krankenschwestern, Kinderschwestern und Hebammen übernommen. Sie sind rund um die Uhr Ansprechpartner und Helfer. Im häuslichen Wochenbett unterstütz die selbst gewählte Hebamme, mit der die Frauen meist schon in der Schwangerschaft Kontakt hatten oder bei der sie einen Geburtsvorbereitungskurs besucht haben. Die Hebamme besucht dann die jungen Mütter nach Bedarf, steht für alle möglichen Fragen zur Verfügung und leistet Hilfe bei dem "Zurechtfinden" im Alltag mit dem Neugeborenen.

Die Leistungen werden für die ersten 12 Wochen von der Krankenkasse getragen. 6 Wochen nach der Geburt wird eine gynäkologische Nachuntersuchung empfohlen. Die Termine für die Besuche beim Kinderarzt sind festgelegt und sollten eingehalten werden. Stellt die Hebamme in der Zeit, wo sie Mutter und Kind betreut, gesundheitliche Schwierigkeiten fest, die über ihre Kompetenzen hinausgehen, ist sie verpflichtet die Mutter oder das Kind an einen Gynäkologen, Psychologen oder Kinderarzt weiter zu leiten.



 
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